Neue bundesweite Stimme für die mobile Kinderkrankenpflege

Neue bundesweite Stimme für mobile Kinderkrankenpflege
Wenn ein Kind schwer erkrankt, verändert sich das Leben einer Familie von einem Tag auf den anderen. Plötzlich zählen nicht mehr Termine, To‑do‑Listen oder Alltagssorgen – sondern Hoffnung, Sicherheit und die Frage, wie man diesen Weg nicht allein gehen muss. Genau in diesen Momenten sind mobile Kinderkrankenpfleger:innen jene Hände, die halten, jene Stimmen, die beruhigen, und jene Expertise, die Familien durch die schwierigsten Stunden trägt.
Damit diese Unterstützung in ganz Österreich verlässlich und qualitätsvoll gesichert bleibt, bekommt die mobile Kinderkrankenpflege nun erstmals seit vielen Jahren wieder eine gemeinsame, starke Stimme: MOKI ÖSTERREICH – der neue Bundesverband, der die Kräfte von sechs Landesorganisationen bündelt und den Bedürfnissen kranker Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien bundesweit Gewicht verleiht.
Mit der Gründung von MOKI ÖSTERREICH – Bundesverband mobile Kinderkrankenpflege erhält die mobile Kinderkrankenpflege in Österreich erstmals seit vielen Jahren wieder eine gemeinsame bundesweite Vertretung. Was seit 1999 inhaltlich verbunden war, hatte sich durch föderale Strukturen zunehmend in einzelne Landesorganisationen verzweigt. Nun schließen sich sechs Bundesländerorganisationen erneut unter einem Dach zusammen – mit dem Ziel, stärker aufzutreten und die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren und/oder chronischen Erkrankungen, Früh- und Neugeborenen, Kindern mit Behinderungen sowie Familien in palliativen Lebenssituationen österreichweit zu vertreten.
Bad Vöslau, 25.03.2026 – Der neu gegründete gemeinnützige Verein mit Sitz in Bad Vöslau wird von einem fünfköpfigen Vorstand geleitet. Ordentliche Mitglieder sind die MOKI-Landesorganisationen Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Österreich, Steiermark und Tirol. Die neue Dachorganisation koordiniert künftig gemeinsame Aktivitäten, bündelt zentrale Anliegen auf Bundesebene und sorgt für einheitliche Qualitäts- und Kommunikationsstrukturen.
Gemeinsam verfügen die Mitgliedsorganisationen von MOKI Österreich über eine beeindruckende organisatorische Grundlage und fachliche Expertise: 2025 wurden österreichweit rund 1.400 Kinder und Jugendliche mobil betreut, rund 74.000 Einsatzstunden geleistet und etwa 180 speziell ausgebildete Pflegekräfte waren im Einsatz. Diese Zahlen verdeutlichen sowohl die Bedeutung als auch die Verantwortung, die MOKI ÖSTERREICH künftig auf Bundesebene übernimmt.
Die Zusammenarbeit innerhalb des Bundesverbands ist auf regelmäßigen fachlichen Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung ausgerichtet: Monatliche Mitglieder- und Vernetzungstreffen sowie eine jährliche Vollversammlung stärken die Kooperation, fördern Synergien und schaffen eine verlässliche Grundlage, um Herausforderungen gemeinsam zu begegnen.
Gebündelte Expertise – für bessere Rahmenbedingungen
Für betreute Kinder und Jugendliche sowie deren Familien bedeutet die Neugründung einen entscheidenden Fortschritt:
„Erstmals gibt es eine bundesweite Interessenvertretung der mobilen Kinderkrankenpflege. Während Anliegen bislang überwiegend auf Landesebene behandelt wurden, setzen wir uns nun österreichweit für bessere strukturelle, finanzielle und fachliche Rahmenbedingungen ein – mit gebündelter Expertise und einer klaren, starken Stimme“, erklärt Doris Zoder-Spalek, Präsidentin von MOKI ÖSTERREICH.
Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an den Rechten von Kindern und Jugendlichen gemäß der UN‑Kinderrechtskonvention. MOKI ÖSTERREICH versteht sich als fachlich fundierte Interessensvertretung für die mobile Gesundheits- und Krankenpflege im Kinder- und Jugendbereich sowie für die Beratung und Begleitung von An- und Zugehörigen. Ziele des Bundesverbands sind:
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse junger Menschen
- Weiterentwicklung fachlicher und qualitativer Standards
- Aktive Mitgestaltung politischer Rahmenbedingungen
- Sichtbarmachung aktueller Herausforderungen im Bereich der mobilen Kinderkrankenpflege
Werte wie Ethik, Respekt und wertschätzender Umgang bilden die Grundlage des gemeinsamen Handelns.
Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge der Landesorganisationen sowie durch Spenden.
„Für 2026 haben wir klare Ziele: erste bundesweite mediale Auftritte, den Aufbau einer gemeinsamen Präsenz in sozialen Netzwerken und die weitere Stärkung des Zusammenhalts unserer Mitgliedsorganisationen“, so Zoder-Spalek.
Mit der Neugründung setzt MOKI ÖSTERREICH ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit, bessere Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Weiterentwicklung der mobilen Kinderkrankenpflege – damit betroffene Kinder und ihre Familien österreichweit die bestmögliche Unterstützung im häuslichen Umfeld erhalten.
Die MOKI Landesorganisationen begleiten Familien mit schwerstkranken, chronisch kranken und/oder mehrfach behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihrem herausfordernden Alltag zu Hause und in Bildungseinrichtungen.
Kontakt:
Doris Zoder-Spalek
Präsidentin MOKI Österreich-Bundesverband mobile Kinderkrankenpflege
bundesverband@moki.at